Auswandern nach Peru
»Ein Kaffeehaus, alltägliches Chaos und viel Liebenswertes«
Reihe »Reisen, Auswandern, Interrail«
Ein neues Leben zwischen Ignoranz, Stempelwahn, Generalstreiks und anderen Erdbeben
Das sind Momente, wo man noch einmal im Schnelldurchlauf sein Leben durchgeht, sich überlegt, würde ich noch einmal so leben wollen, was hätte ich anders machen können? Man findet seinen Frieden, sieht die Kühlerhauben der anderen Fahrzeuge (meist andere Taxis), stellt sich vor, welche Autofarbe einen da gleich zerquetscht, und ist bereit.
Derart lakonisch berichtet Denis Freybote, der nach Peru auswanderte, um ein Kaffeehaus in der alten Inkahauptstadt Cusco aufzumachen, von dem täglichen Wahnsinn auf Perus geschäftigen Straßen.
Sind erst die täglichen Todesfallen des Verkehrs gemeistert, geht es an die anderen Widrigkeiten, die einem bei der Geschäftseröffnung in Lateinamerika das Leben schwer machen: Stempelwahn, Papierkrieg, Falschgeld, Generalstreiks, Unpünktlichkeit und Unzuverlässigkeit.
Warum, fragt man sich da, hat es sich der Autor da in den Kopf gesetzt, hier sein neues Leben und ein Geschäft aufzubauen? – Auf 158 Seiten schildert Freybote, warum er es in Peru nicht nur aushält, sondern das bunte Leben dort in vollen Zügen genießt. Er berichtet von Heldinnen in Stöckelschuhen, den gut gelaunten Peruanern, dem beeindruckenden Panorama der umliegenden Berge, von schäkernden Marktgesprächen, den freundschaftlichen „Ciao Amigo!“-Rufen, den professionellen Schuhputzern, die Schuhe wie ein Juwelier seine Diamanten behandeln.
Nach der Lektüre möchte man, wenn nun nicht auswandern, so doch den Autor in seinem Kaffeehaus in Cusco besuchen. Erfrischender Einblick in den Alltag eines Auswanderers.
Flensburger Tageblatt
Interconnections medien aus Freiburg hat neben den großen Destinationen "Traumland Australien. Auswandern leicht gemacht" (2008) und "Abenteuer Kanada - Kanada ist anders: Reisen und Auswandern" (2004) das interessante Buch "Auswandern nach Peru" herausgebracht. Der Autor schildert hier auf humorvolle Art und Weise seine Erfahrungen mit Land und Leuten, als er daran ging, auf 3.400 Metern Höhe über NN in Cusco ein Kaffeehaus zu eröffnen. Peru gehört nicht in die Spitzengruppe der Ziele deutscher Auswanderungswilliger - das Buch ist jedoch auch für Perureisende interessant, weil es Einblicke in Leben und Kultur verschafft, wie man sie sonst nie erhalten würde.
Buchmarkt Nr. 2, Februar 2011
»Auswandern nach Peru«, von Denis Freybote.
interconnections, ISBN 978-3-86040-140-8, 158 Seiten, 16,80 Euro.
Ähnlich in der Reihe:
»Briefe aus Südamerika«
Indianerherzen, wandelnde Bäume und rotlackierte Möpse
192 Seiten, ISBN 978-3-86040-143-9






